Toyota-Rückrufaktion: klemmendes Gaspedal?
Vor nicht allzu langer Zeit machte eine Nachricht die Runde, die insbesondere Autofahrern der japanischen Marke Toyota den Angstschweiß auf die Stirn trieb: ein klemmendes Gaspedal soll für eine Vielzahl von Autounfällen mit Todesfolge verantwortlich gewesen sein. Der Autokonzern Toyota war gezwungen, mehr als acht Millionen Fahrzeuge zurückzurufen, der Imageschaden war immens und führte zu einem krassen Einbruch der Verkaufszahlen. Die US-Verkehrsbehörde nahm sich der Sache an und machte sich zur Aufgabe, 75 Unfälle zu analysieren und auszuwerten, bei denen insgesamt 93 Menschen ums Leben gekommen sind. Die Untersuchung ist zwar noch in vollem Gange, doch scheint es sich allmählich abzuzeichnen, dass in den wenigsten Fällen tatsächlich technische Defekte zu den schlimmen Unfällen geführt haben. Das berichtet zumindest das Wall Street Journal.
Gaspedal und Bremse verwechselt?
Genau genommen habe die amerikanische Verkehrsbehörde bislang erst einen einzigen Fall ausmachen können, bei dem eine verrutschte Fußmatte zu einem klemmenden Gaspedal und schließlich zu einem todbringenden Crash geführt hat. In vielen anderen Fällen soll die frappierende Inkompetenz der Autofahrer die ungewollte Beschleunigung ausgelöst haben, die den Unfällen vorangegangen ist. Denn anstatt auf die Bremse zu treten, stiegen in kritischen Situationen wohl etliche Fahrzeugführer auf das Gaspedal. Demzufolge trüge nicht die defekte Technik die Schuld an vielen Unfällen, sondern das selbstmörderische Unvermögen einiger Autofahrer, was den japanischen Konzern Toyota sehr stark aus der Schusslinie nehmen und entlasten würde.
Foto: Flickr / danielctw
ist ja auch immer sehr leicht die Schuld einem anderen zuzuweisen und nicht bei sich selbst zu suchen. Wie verhält sich das eigentlich in punkto Versicherung? Wer zahlt denn, wenn einer aufs Gas anstatt auf die Bremse drückt?
vg
Maik